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Uhren - Lexikon

A/h
Halbschwingungen der Unruh pro Stunde

Amplitude (Halbschwingung)
Schwingungsweite der Unruh

3 ATM 
Uhren mit dieser Bezeichnung müssen widerstandsfähig sein gegen Schweiß, Wassertropfen, Regen etc. und gegen Eintauchen in Wasser über 30 min bei einer Wassertiefe von 1 m und dürfen nicht unter Bedingungen verwendet werden, wo Wasserdruck und die Temperaturen erheblich variieren.

5 ATM 
Uhren mit dieser Bezeichnung müssen neben den Anforderungen für 3 ATM widerstandsfähig gegen Eintauchen und heftiges Bewegen in Wasser (Schwimmen) sein.

10 ATM 
Uhren mit dieser Bezeichnung gelten als Taucheruhren und können neben den Anforderungen für 3 ATM und 5 ATM für zeitlich begrenztes Tauchen, vorgesehen ist 2 Stunden, eingesetzt werden.

Aufzugwelle
Welle, an deren äußerem Ende die Krone angebracht ist. Die Aufzugwelle stellt die Verbindung zum Uhrwerk her.

Automatischer Aufzug
Eine Uhr mit automatischem Aufzug nutzt die Fliehkraft und die Schwerkraft als Energiequelle. Ein halbkreisförmiges Gewicht, Rotor oder Schwungmasse genannt, zieht durch die Armbewegungen des Uhrenträgers die Feder auf. Weil sich eine Automatik-Uhr ständig selbst aufzieht, hat die Zugfeder statt eines Endhakens eine Rutschkupplung. Bei Vollaufzug rutscht die Feder nach, und ein Überspannen ist ausgeschlossen.

Chronograph bzw. Chrono
Neben der Zeitanzeige verfügt diese Uhr über einen Zeitnahme-Mechanismus (Stoppuhr). Einen Chronographen erkennt man leicht an den zusätzlichen Drückern, mit denen der Chronographen-Zeiger ausgelöst, gestoppt und auf Null gesetzt wird. Dieser Zeiger dreht sich einmal pro Minute, also wie ein Sekundenzeiger, der seinerseits in einem kleinen Hilfszifferblatt zu finden ist. Weitere kleine Zeiger zählen die Minuten, die halben Stunden bzw. Stunden oder auch die Zehntelsekunden.

Chronometer
Wörtlich übersetzt: Zeitmesser. In der heutigen Bedeutung ist es eine besonders genau gehende mechanische Uhr mit einer Gangabweichung von nicht mehr als +/- fünf Sekunden am Tag. Chronometer werden normalerweise mit einem Gangzeugnis der offiziellen und unabhängigen Schweizer Stelle für Gangprüfungen C.O.S.C. ausgeliefert.

Complication
Zusatzmechanismus zu einem Uhrwerk z.B. Chronograph, zweite Zeitzone, Gangreserve etc.

Côtes de Genève
Auch Genfer Streifen. Aufwendige bandförmige Verzierung von Brücken, Platinen und Kloben im Werk.

Federhaus
Im Federhaus befindet sich die eingerollte Zugfeder, welche die Energie speichert und der Uhr eine Gangreserve von 36 bis 45 Stunden sichert. Die Zugfeder wird über die Aufzugskrone von Hand (Handaufzugsuhr) oder durch die Bewegung der Schwungmasse (Rotor) bei der automatischen Uhr aufgezogen.

Federsteg
Kleiner, metallischer, gefederter Stift, der zwischen den Gehäuse-Anstößen eingespannt ist und an welchem das Uhrarmband befestigt wird.

Gang
Feinstellbezeichnung, die den Zeitunterschied der Uhr nach 24 Stunden angibt. Je nach Qualität und Tragebedingungen können Differenzen des täglichen Gangs von bis zu mehreren Sekunden pro Tag auftreten.

Gangreserve
Laufzeit der Uhr nach Vollaufzug bis zum Stillstand

Glucydur
Sehr hochwertige Metall-Legierung, die zur Herstellung von Unruhen erster Qualität verwendet wird.

Guilloché
Als Guillochierung bezeichnet man eine Oberflächenverfeinerung bei Uhrenzifferblättern, dargestellt werden Ornamente und Muster aus sich kreuzenden Linien (gerade und gebogen), die maschinell oder auch von Hand eingraviert werden. Man findet diese aufwendige Verzierung vornehmlich auf Zifferblättern und Gehäusen aus Silber oder Gold, also zumeist nur im hochwertigen Uhrensegment. 

Handaufzug
Eine Handaufzug-Uhr wird per Hand aufgezogen. In der Regel täglich. Dabei wird durch Drehen der Krone die Feder gespannt, deren Energie das mechanische Räderwerk antreibt. Die Gangreserve liegt durchschnittlich bei 36 bis 40 Stunden. Eine Handaufzug-Uhr sollte regelmäßig aufgezogen werden, damit die Feder tagsüber das höchste Drehmoment hat, um Erschütterungen und die damit verbundene Lagerreibung auszugleichen.

Helium Ventil
Das Helium Ventil wurde speziell für professionelle Taucher entwickelt. Wenn Profi-Taucher mehrere Tage in großer Tiefe unter Wasser bleiben, arbeiten sie mit einer Taucher-Glocke. Eine solche Taucher-Glocke ist mit einer Mischung aus Helium und Sauerstoff gefüllt. Die Helium-Moleküle sind leichter als Luft. Beim Auftauchvorgang dringen die Helium-Moleküle somit nicht so schnell aus dem Gehäuse der Uhr, so dass es zu einem atmosphärischen Überdruck kommt, der Glas und Glasdichtung aus der Uhr sprengen kann. Um dies zu vermeiden, wird das Helium-Ventil während des Auftauchvorgangs geöffnet, so dass das Helium schneller aus dem Uhrgehäuse entweichen kann. Das Helium Ventil sollte bei Wasserkontakt verschlossen sein, um eine volle Wasserdichtigkeit zu gewährleisten.

Hesalitglas
Uhrengläser aus Hesalite. Das Material ist leicht zu bearbeiten und zu polieren. Der Vorteil für den Uhrenträger ist die hohe Schlagfestigkeit.

Incabloc
Markenbezeichnung eines schweizerischen Stoßdämpfers (s. Stoßdämpfer)

IPG Plattierung
Die IPG Plattierung ist die zur Zeit haltbarste Goldplattierung. Sie wird nicht in Micron - also Dicke - gemessen. Es handelt sich um eine Ionen-Plattierung die im im Hochvakuum stattfindet. Dabei knallen die Ionen mit hoher Geschwindigkeit auf das Stahlgehäuse und dringen tief ein. wobei sich die Edelmetallschicht mit dem Untermaterial Edelstahl verbindet; es ist dünner als die galvanischen Verfahren und extrem abriebfest.

Jewel
Englisch für Rubin (s. Rubin)

Kaliber
Bezeichnete früher den Uhrwerkdurchmesser, gemessen in Linien (eine Linie = 2,256 mm), heute eine Bezeichnung aus dem Namen des Herstellers und einer Nummer, die das Werk eindeutig zuordnenbar macht.

Kleine Sekunde
Sekundenanzeige, die nicht aus der Zifferblattmitte erfolgt. Diese Art der Sekunde setzt eine völlig andere Werkkonstruktion voraus.

Krone
Knopf zum Aufziehen und Richten der Uhr.

Lagerstein
(siehe Rubin)

Micron
Maßeinheit, 1/1000 mm, wird z.B. bei der Goldauflage verwendet.

Mineralglas
Mineralisches, meistens flaches Uhrenglas. Härter und weniger kratzempfindlich als Kunststoffgläser.

Mondphasenanzeige
Anzeige des 29 œ-Tages Zyklus des Mondes mittels einer dunkelblauen Scheibe, die vom Zeigerwerk der Uhr unter dem Zifferblatt gedreht wird.

Nivarox
Legierung für die Herstellung von Unruhspiralen

PVD
PVD ist die englische Abkürzung für "Physical Vapour Deposition" (auch bekannt als Vakuumionisation). Durch das aufwendige Verfahren der Vakuumionisation lassen sich verschiedenste Materialien bedampfen, z.B. Stahl, Aluminium, Gold, Silber, Platin, Zinn etc. Im Detail werden hierbei Ionen-Teilchen aus dem ursprünglichen Material der Uhr durch Teilchen anderen Materials (zumeist auch andersfarbig) ersetzt. Gegenüber den herkömmlichen Verfahren weisen die mit PVD-beschichteten Materialien hervorragende Schichteigenschaften auf, so wird die Härte der Oberfläche auf das 2- bis 4-fache der Härte von gehärtetem Stahl gesteigert, zudem bleibt die Oberflächenstruktur erhalten. 

Quarzuhren
Uhren mit Analog- oder Digital-Anzeige, deren Werk quarzgesteuert ist. Die Analog-Quarzuhr: Die Unterteilung der Zeit geschieht hier mittels einem Quarz, der durch eine Batterie in Schwingungen versetzt wird. Die Zeit wird durch elektrisch angetriebene Zeiger analog dargestellt. Bei der Digitaluhr erfolgt die Anzeige in Zahlen meistens durch Flüssigkristalle.

Regulateur
Zifferblattanordnung für die genaue Ablesbarkeit: Sekunden und Stunden werden dezentral, die Minuten zentral angezeigt.

Revision
Reinigung des Uhrwerks. Dabei wird die Uhr zerlegt, chemisch gereinigt und nach dem Zusammenbau wieder geschmiert. Eine Revision sollte alle 3-5 Jahre erfolgen, um die optimale Funktionsfähigkeit des Zeitmessers zu gewährleisten.

Rotor
(siehe Schwungmasse)

Rubin
Synthetisch hergestellter Edelstein; wird im Uhrwerk zur Verminderung der Reibung und Abnutzung als Ankersteine und Radlager verwendet.

Saphirglas
Uhrenglas aus synthetischem Saphir. Ein Saphirglas ist wegen der großen Härte sehr kratzfest jedoch schlagempfindlich.

Schnellkorrektur (Datum)
Vorrichtung für die Direkteinstellung des Datums, ohne die Zeiger über 24 Stunden weiterdrehen zu müssen.

Schraubboden (Vollgewinde-Schraubboden)
Mit einem Gewinde versehener Boden, der ins Uhrengehäuse eingeschraubt wird.

Schraubkrone (verschraubte Krone)
Spezialkrone, die zur besseren Dichtung verschraubt werden kann (wird hauptsächlich bei Taucher- und Sportuhren verwendet)

Schwungmasse (Rotor)
Durch die natürlichen Bewegungen des Armes wird die Schwungmasse in Bewegung gebracht und zieht so die Zugfeder der automatischen Uhr auf.

Spiralfeder (Spirale)
Die Spiralfeder bildet zusammen mit der Unruh das Schwingsystem.

Super Luminova
Leuchtmasse, die auch im Dunkeln für gute Ablesbarkeit sorgt, sie ist bei einigen Uhren auf Zeigern, Ziffern oder Punkten zu finden.

Tachymeter
Die Tachymetereinteilung auf dem Zifferblatt eines Chronographen dient zur Messung der Geschwindigkeit z.B. eines Autos auf einer Messstrecke von 1 km. Im Augenblick, in dem das Fahrzeug den Anfangspunkt der Messstrecke durchführt, wird der Chronograph eingeschaltet und bei der Durchfahrt des Endpunktes der Strecke wieder angehalten. Die Angabe des Zeigers auf der Tachymeterskala entspricht der Geschwindigkeit in km per Stunde. Die Geschwindigkeit über die gesamte Teststrecke muss immer gleich sein.

Wasserdichtigkeit
Eine bedingungslose Wasserdichtigkeit einer Uhr gibt es nicht. Sie ist abhängig von Konstruktion, Fertigungspräzision und Stabilität des Gehäuses, Dichtungsmaterial, -form und -stärke, Art der Beanspruchung und Alter. Die Wasserdichtigkeit ist grundsätzlich eine Aussage zum Zustand beim Zeitpunkt der Prüfung; Sonneneinstrahlung härtet die Glasdichtungen aus, macht sie spröde. Unbeabsichtigte Schläge verbiegen die Krone auf der Welle. Schweiß, Dusch- und Badezusätze laugen die Dichtungen aus. Dazu kommen Temperaturschwankungen beim Baden, Geschirrspülen, in der Sauna, beim Sonnenbad und der anschließende Gang ins kühle Nass. All diese Belastungen sollen Taucheruhren nicht zugemutet werden und eine "einfache" Armbanduhr erlebt sie Tag für Tag. Gehen Sie aus diesen Gründen mind. 1 x jährlich zum Uhrmacher, und lassen Sie eine Wasserdichtigkeitsprüfung durchführen. Machen Sie dasselbe vor jedem Urlaub, um eine optimale Wasserdichtigkeit zu gewährleisten. Uhren werden in fünf bar-Stärken produziert; 3 ATM, 5 ATM, 10 ATM, 20 ATM, 33 ATM. Die Wasserdichtigkeit ist auf dem Gehäuseboden vermerkt.

Werkplatte (Platine)
Sie trägt die Brücken und die verschiedenen Teile des Werks. Die Werkplatte und die Brücken bilden zusammen das Rohwerk, das eigentliche Gerippe des Uhrwerks.

Zugfeder
Feder, welche die Kraft speichert, die für den Betrieb der Uhr nötig ist. Sie treibt das Uhrwerk an.